Du bist bereits Sky Kunde? Jetzt einloggen: Login
Bitte logge Dich ein.

Logge Dich hier einfach ein, um persönliche Angebote, auf Dich zugeschnittene Service- und Hilfethemen und viele weitere Vorteile nutzen zu können.

Bitte logge dich hier ein.

Alles zu den Zombies und dem Virus in "The Walking Dead"

Passend hierzu:

The Walking Dead
Was Alpha will


Originaltitel: The Walking Dead
Original Episodentitel: Walk with Us

Horrorserie, USA 2020, 50 min., ab 18 Jahren

Rec
So 26.09. | 20:10 Fox HD
Wo & wann bei Sky?
Merle-Dixon-Darsteller Michael Rooker wird von Make-up Artist Kevin Smith als Beißer geschminkt.

15.10.2016

Warum nennt niemand in "The Walking Dead" die Untoten Zombies?

Stellt Euch vor: Ihr wacht auf, befindet Euch in einem Krankenhaus, wisst nicht, wie Ihr dorthin gekommen seid und stellt dann auch noch fest, dass sich außer Euch niemand im Hospital befindet. Überall nur Verwüstung, Blutspuren, hektisch hingeschmierte Anweisungen, bloß diese oder jene Tür nicht zu öffnen. Denn dahinter seien SIE!  Und dann begegnet Ihr ihnen: seltsamen Wesen mit weit aufgerissenen Augen, teils verwest, Wesen, die aussehen wie Menschen, aber offensichtlich keine Menschen sind. Keine Menschen mehr sind.

Rick Grimes reitet allein durch die verwüstete und verlassene Stadt Atlanta.

Und dann stellt Euch vor, dass Ihr noch nie etwas von Zombies gehört habt, keine Zombiefilme kennt, keine Comics, keine Zombiebücher - Ihr wisst also überhaupt nicht, was los ist. Was sind das für entstellte Gestalten? Wo sind die richtigen Menschen? Eure Familie? Eure Freunde? Ihr erkennt zwar Wesen, die aussehen wie alte Bekannte, aber sie sind anders: tot und doch nicht tot: Genau in dieser Situation befindet sich Rick Grimes zu Anfang von "The Walking Dead", das mittlerweile mit Staffel 7 gestartet ist..

Die Idee dahinter: Robert Kirkman, der Schöpfer der Serie, wollte eine Welt zeigen, in der es so etwas wie Zombies bisher nicht gegeben hat. Rick und die übrigen Menschen sind Überlebende einer apokalyptischen Epidemie. Sie werden von dem Phänomen der Untoten überrascht. Genau deshalb verzichtet die Serie auf den eingeführten Namen "Zombie" für die Untoten.

 

Streuner, Beißer, Freaks und Biester

Jede Gruppe, die mit den Untoten konfrontiert wird, hat deshalb einen anderen Begriff für die seltsamen Wesen, die augenscheinlich einmal Menschen waren. Während Rick & Co vor allem den Begriff "Streuner" verwenden, nennen die Menschen in Woodbury die Untoten meist "Beißer". Andere nutzen Begriffe wie "Creeper", weil sich die Untoten langsam und unkoordiniert bewegen. Wieder andere betiteln sie aggressiv als "Lamebrains" bzw. "Trottel", weil die unheimlichen Wesen rein instinktiv handeln: Ihnen geht es nur noch ums Fressen.

Begriffe für die Untoten sind neben "Beißer" ("Biter"), "Streuner"  ("Walker") und "Untote" ("Dead Ones") auch "Matschbirne", "Freaks", "Dinger", "Biester" oder "Hackfresse". Tauchen große Gruppen von Beißern auf, bezeichnen die Überlebenden sie als "Horde" oder "Herde".

Verwandlung zum Beißer in Staffel 1 von "The Walking Dead"

Was die Streuner (noch) können

Die Untoten bewegen sich langsam, schleichend, wie Verdurstende in der Wüste oder Sturzbetrunkene nach einer durchzechten Nacht. Auch für diese Fortbewegung haben sich die Macher von "The Walking Dead" ganz bewusst entschieden: Es ist viel unheimlicher, wenn ein Angreifer langsam und bedrohlich auf einen zukommt und man überlegen muss, wie man sich gegen ihn wehren kann - als wenn man von einem schnell Handelnden angegriffen wird. Bei Letzterem reagiert man instinktiv, ohne lange zu überlegen.

Auch aus medizinischer Sicht ist es einleuchtender, einen Verwesenden als sich langsam und unkoordiniert bewegendes Geschöpf darzustellen: Kranke und Sterbende verlieren an Kraft und an Fähigkeiten. Alles geht nur noch langsam. Eine große Erschöpfung macht sich im Körper breit. Und so agieren auch die verwesenden Beißer; sie schleppen sich mühsam voran.

Die Wiederkehrer scheinen auf drei Sinne reduziert: Sie sehen noch, hören und riechen ausgesprochen gut. Bemerken sie einen lebendigen Menschen, geht ein Ruck durch die verfaulenden Körper: Der erste Untote läuft los, die übrigen Beißer folgen ihm gierig. Sie benehmen sich wie wilde Tiere: wittern und verfallen in den Herdentrieb. Sie reagieren instinktiv auf Lichter und laute Geräusche. Um an ihre Opfer zu kommen, bleibt ihnen allerdings nicht viel.

Einige der Beißer können noch Werkzeuge greifen. Meist aber rütteln sie nur an Türen oder drängen kraft ihrer zerfallenen Körper Zäune nieder, greifen gierig nach allem, was nach lebendigem Fleisch riecht. Weil sie so fixiert auf Gerüche sind, können sich Menschen gegen die Streuner schützen, indem sie sich mit dem verfaulenden Fleisch der Untoten bedecken. Dann nämlich können die Beißer lebendige Menschen nicht mehr identifizieren.

Beißer- und Stunt-Koordinator Russell Towery

Wie entstehen Zombies?

Was die Ursache der allumfassenden Epidemie ist, versuchen Wissenschaftler in "The Walking Dead" verzweifelt zu klären. Die bisherigen Staffeln gaben jedoch keine Antwort. Zunächst glauben Rick und die Seinen, dass nur zum Beißer mutiert, wer von einem Untoten gebissen wurde. Ende der ersten Staffel aber stellt sich heraus, dass alle Überlebenden den "Beißer-Virus" in sich tragen.

So lässt sich schlussfolgern, dass es in der Zeit als Rick schwerstverletzt im Krankenhaus gelegen hat, eine allumfassende Katastrophe gegeben haben muss. Ein Virus oder ein anderer Krankheitserreger hat die Menschen befallen (Tiere scheinen verschont zu sein; jedenfalls sieht man in der Serie keine zombieähnlichen Tiere).

Viele Menschen scheinen der Epidemie sofort zum Opfer gefallen zu sein. Nur so erklärt sich die große Anzahl an Streunerherden schon zu Beginn der ersten Staffel. Doch auch wer überlebt hat, trägt das Virus in sich. Wer stirbt, verwandelt sich unweigerlich in einen Beißer.

Wie geht die Metamorphose vom Menschen zum Zombie vor sich?

Diese Verwandlung verläuft unterschiedlich schnell. Nach einem Biss durch einen Wiedergänger, entsteht eine grippeähnliche Infektion mit Fieber, Schüttelfrost und Schweißausbrüchen (ausführliche Erklärung von Dr. Jenner im "Centrum for Desease Control" in Staffel 1, Folge 6). Die Infektion greift schnell auf das Gehirn über und führt schließlich zum Hirntod. Innerhalb weniger Minuten bis zu etwa acht Stunden später "erwacht" der Hirnstamm plötzlich wieder und damit das rein Triebhafte, ein auf reines Überleben ausgerichteter Instinkt, eine Art Fressgier. Alles, was die Persönlichkeit eines Menschen ausmacht, alle höheren Funktionen, bleibt jedoch ausgeschaltet. Der Mensch, sein Geist, erwacht nicht wieder zum Bewusstsein. Im Grunde bleibt nur noch die Hülle des einstigen Menschen übrig.

Untote können vernichtet werden, indem man sie aushungert, denn dann zerfallen ihre Körper. Streuner können aber weder ertrinken noch ersticken, sondern vegetieren auch im oder unter Wasser weiter. Eindrucksvoll wird dies in Staffel 4, Folge 7 gezeigt: Der Governor hat den neuen Anführer der Trailerparkgruppe, Pete, getötet und in einem See versenkt. Dort vegetiert er an einer Kette unter Wasser gehalten, vor sich hin. Erst wenn man ihr Stammhirn zerstört, zerfallen die seelenlosen Leiber. Das erfahren Rick und die anderen Überlebenden relativ schnell und so kommen im Kampf gegen die Beißer allerlei Waffen zum Einsatz, mit denen man den Kopf durchbohren kann: Messer, Stangen, Pfeile, aber auch Äste, Hämmer und Steine.

Ihm verdankt die Serie u.a. ihren Erfolg: Maskenbildner und Special-Effects-Spezialist Greg Nicotero.

Wie realistisch ist eine Zombie-Epidemie?

Ist solch eine Zombie-Epidemie in der Realität vorstellbar? Zombie-Experte und Psychologie-Professor Steven Schlozman verneint dies vehement. Für seinen Roman "The Zombie Autopsies" nahm er zwar solch eine Epidemie an, erklärt aber, dass sie "reine Science Fiction" sei. Schlozman glaubt, dass in naher Zukunft eher eine neue Pandemie, wie die Grippewelle im Ersten Weltkrieg oder die Pest im Mittelalter, einen Großteil der Menschen hinwegraffen könnte. Allerdings seien diese Menschen dann tot und würden nicht als Zombies wiederkehren.

Auch die viel diskutierte Idee, dass ein mutierter Tollwut-Virus, zombieähnliche Wesen hervorbringen könnte, halten Wissenschaftler für abwegig. Zwar zeigen von Tollwut befallene Lebewesen ähnliche Symptome wie Zombies (Aggression, Reaktion auf Licht und Geräusche, Hirnentzündung), aber die Befallenen sind zu schwach, um gefährlich zu werden. Wenn tollwütige Tiere beißen, dann meist mit letzter Kraft und weil sie sich bedroht fühlen. Aber sie sind in der Regel viel zu krank, um etwaige Opfer zu verfolgen. Ganz abgesehen davon: Die Inkubationszeit beim Menschen dauert bis zu drei Monate.

Könnte ein Zombie-verursachender Killer-Virus vielleicht aus dem Labor kommen? Auch diese Variante spielen Virologen durch. Wenn schon die Natur keinen Zombie-Virus erschafft, dann vielleicht der Mensch höchstselbst: Er müsste ein Virus entwickeln, das sich permanent im Wirt vermehrt und dazu aggressiv von Opfer zu Opfer überspringt. Außerdem müsste dieser Virus eigenständiges Denken seiner Opfer abstellen. Noch ist diese Vorstellung Fantasie, aber wer weiß, wie lange noch.

Das amerikanische Verteidigungsministerium jedenfalls scheint eine Zombie-Epidemie für nicht ganz abwegig zu halten: Sie soll eine nicht-öffentliche Studie in Auftrag gegeben haben, die erforscht, wie schnell sich eine Zombie-Epidemie in der Welt verbreiten könnte.

Schauspieler Cliff Curtis ("Fear the Walking Dead") hat seine eigene Theorie über den Ursprung der Epidemie. Er glaubt, dass jahrzehntelange Impfungen das Immunsystem so habe erstarken lassen, dass es sich nun weigere, den Menschen vollständig sterben zu lassen.

In der Tierwelt jedenfalls kennt man "Zombie-Macher": Pilze, Parasiten und Viren befallen ihren Wirt und beeinflussen in der Folge sein Verhalten. So lenkt eine parasitäre Pilzart Ameisen an Orte, an denen sie am besten überleben kann. Solcherart befallene Ameisen werden tatsächlich Zombie-Ameisen genannt. Auch Bienen sind vor den Zombie-Machern nicht sicher. Befällt sie ein bestimmter Pilz, drehen sie regelrecht durch: drehen sich stundenlang im Kreis bis sie vor Erschöpfung sterben.

Mit viel Liebe zum Detail erschaffen die "The Walking Dead"-Maskenbildner die Serein-Zombies.

Masken, Kostüme und Special Effects bei "The Walking Dead"

Ganz ehrlich: So packend die Idee, so toll die Schauspieler und so spannend die einzelnen Folgen: Die eigentlichen Stars von "The Walking Dead" sind die Zombies. Deshalb gebührt ein Großteil des Erfolgs den Maskenbildnern und Special-Effects-Spezialisten. Unter der Leitung des preisgekrönten Gregory Nicotero ("Day of the Dead", "Spiderman", "Masters of Horror") arbeiten Maskenbildner rund um die Uhr, um die schauerlich-schönen Zombies zu erschaffen. Unzählige Liter Kunstblut, jede Menge Make-Up, zerschlissene Klamotten, Zombie-Puppen und Hunderte Statisten sorgen für die schaurige Note der Serie.

Ohne die Special Effects ginge bei "The Walking Dead" gar nichts. Natürlich werden viele Szenen - der Kosten halber - vor der berühmten Green Screen gedreht: Die Schauspieler agieren also vor einer grünen Wand; Hintergrund, Gebäude, Bäume und weitere Objekte werden erst später am Computer eingebaut, so zum Beispiel die Szene als Rick in Staffel 1, Folge 1 auf dem Highway zwischen lauter liegengebliebenen Autos Richtung Atlanta reitet, das in der Ferne zu sehen ist.

Die Serie überrascht in jeder neuen Staffel mit irritierend abstoßenden Beißern. Da ist in Staffel 2 der gruselige Wiederkehrer auf Hershels Farm, der, wie eine Wasserleiche, aufgedunsen in einem Brunnen festgebacken scheint. Schon in Staffel eins, Folge 1, kriecht ein weiblicher, unendlich bemitleidenswerter, Beißer nur noch mit halben Körper über den Boden. In Staffel 3 taucht Michonne mit ihren beiden "Schutz"-Streunern auf, denen sie die Unterkiefer herausgebrochen und deren Arme sie entfernt hat, so dass sie zwar durch ihren Geruch andere Beißer auf Abstand halten, Michonne aber nicht gefährlich werden können.

Greg Nicotero als Beißer in "The Walking Dead"-Staffel 6.

Die Überlebenden und die Beißer

Im Laufe der Serie verändern sich die Zombies. Waren sie in den ersten Staffeln oft noch halbwegs menschlich anzusehen, werden sie in den weiteren Staffeln immer mumienähnlicher. Klar: Zu Anfang der Apokalypse sind die Streuner noch "frisch", die Körper noch gut erhalten. In den ersten Staffeln konnten die Beißer deshalb noch ziemlich schnell agieren, weil ihre Körper meist noch intakt und relativ kräftig waren. Mit der Zeit aber zerfallen die ersten Opfer regelrecht. Viele Streuner sind deshalb keine Bedrohung mehr für die Überlebenden.

In den ersten Staffeln brachte jeder einzelne Streuner Rick und seine Leute aus der Fassung. Allein der ungewohnte und damit schockierende Anblick genügte, um Panik auszulösen. Die  Überlebenden wussten zunächst auch nicht, ob und wie man die Untoten ausschalten kann. Im Laufe der Zeit aber erkennen sie, wie die Streuner "ticken". Bald genügt ein Blick auf einen Streuner, um ihn als Gefahr oder als einfaches "Ding" zu registrieren. Teilweise beginnen die Überlebenden sogar mit den Beißern zu "spielen", sie zu reizen und herauszufordern. Carl etwa bringt sich mit derlei Spielereien selbst in Gefahr.

Das Töten der Streuner wird im Laufe der Serie zur Routine und oft im Vorbeigehen erledigt. Die Walker sind nur noch ein lästiges Problem, das aus dem Weg geräumt werden muss. So ergeben sich Aufgabenteilungen und Spezialisten bilden sich heraus. Während Rick die Untoten meist mit dem Revolver erledigt, verlässt sich Daryl auf seine Armbrust. Michonne wiederum erweist sich als Meisterin mit dem Samurai-Schwert.

Jeffrey Dean Morgan als Negan in Staffel 6

Fremde, Freunde, Feinde

Zu Anfang erleben sich die Überlebenden als große Familie. Jeder neu auftauchende Mensch ist eine Überraschung, löst einfach nur Freude aus: Einer mehr, der die Apokalypse überlebt hat! Ein Freund und Mitstreiter gegen die furchtbare Invasion der Streunerhorden.

Im Laufe der Zeit aber entwickelt sich der Mensch auch in "The Walking Dead" zu "des Menschen Wolf": Jeder, der neu zu Ricks Gruppe stößt, wird kritisch beäugt, muss sich einer Art Test unterwerfen und erlangt nur langsam das Vertrauen der Kerngruppe. Auch Rick selbst verändert sich. Der Sheriff, für den Recht und Ordnung das Nonplusultra war, wird härter, durchsetzungsfähiger, macht seine eigenen Gesetze.

Und dann sind da noch die anderen Gruppen Überlebender. Gruppen Verzweifelter (Staffel 3, die zurückgelassenen Gefängnisinsassen), aber auch mordende Gestalten (z.B. Staffel 5, Folge 16, die Wolves), durchgeknallte Zyniker (Staffel 4, der Governor), und selbstmordgefährdete Einsiedler (Staffel 6, Folge 4: Eastman, der Morgan in der "Kunst des Friedens" unterrichtet). Rick & Co entdecken sogar kleine Gemeinden wie Woodbury, in denen ein selbst ernannter Governor vorgibt, die Menschen, die sich ihm anvertraut haben, schützen zu wollen. Aber er treibt ein falsches Spiel.

Noch schlimmer geht es in Terminus zu. Hier begegnet Ricks Gruppe Menschen, die jegliche Moral verloren haben und - wie die Streuner - Menschenfleisch verköstigen. Dagegen ist das Städtchen Alexandria, in das Ricks Gruppe fliehen kann, eine kleinbürgerliche Idylle. Ein vor-apokalyptisches Paradies, in dem alte Werte gelebt werden. Bis, ja, bis auch hier die Streunerhorden und das Böse in Gestalt mordender Menschen einkehrt. Und nun haben die Überlebenden in Staffel 7 mit dem Gegenspieler Negan mit einer neuen Dimension des Bösen zu kämpfen.

Drehorte

Alles über die Drehorte – Von Atlanta bis Alexandria

Echte Fans der Serie wissen, wo "The Walking Dead" gedreht wurde. Hier erfahrt Ihr Drehorte und Adressen, damit Ihr die TWD-Orte besuchen könnt.

Zum Artikel

News Staffel 7