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Ein Plädoyer für Elefanten

Berührende Dokumentation über das Leben von Elefanten in Gefangenschaft: Interviews mit Wissenschaftlern, Experten und Tierschützern und zum Teil schockierende Bilder zeigen mit welch arroganter Selbstverständlichkeit, Menschen die majestätischen Tiere ihrer Freiheit berauben. Auf Deutsch erzählt von Hannes Jaenicke. 

Lily Tomlin (Produzentin), Jane Wagner (Buch) und Amy Schatz (Regie) zeigen in ihrem Film u.a., wie schon die jüngsten Zirkuselefanten drangsaliert werden. Nur wenn die Tiere den Trainer als "Leittier" akzeptieren, ist die Arbeit mit den bis zu fünf Tonnen schweren ausgewachsenen Elefanten möglich. Aus diesem Grund nehmen sich Dompteure auch heute noch das Recht heraus, die Tiere mit einem "Elefantenhaken" schmerzhaft zu unterwerfen.

Es kommt immer wieder vor, dass Elefanten in Gefangenschaft "ausrasten" und Menschen angreifen. Ein früh dokumentierter Fall ist jener der Elefantenkuh Topsy. Diese kam Ende des 19. Jahrhunderts im Alter von drei Jahren in die USA und wurde seitdem zur Schau gestellt. Welche Bedürfnisse afrikanische Elefanten haben, wusste niemand so genau. Topsy sollte einfach Geld einbringen. Eine Zeitlang ging alles gut, dann begann sich das Tier zu wehren und tötete im Laufe der Jahre drei Männer. Ihre Besitzer wollten Topsy danach nur loswerden. Weshalb das Tier auf die Männer losgegangen war, interessierte niemanden. Auch, dass ihr "Pfleger" Topsy vor dem tödlichen Angriff mit einer brennenden Zigarette gefüttert hatte, ließ niemanden aufhorchen. Stattdessen diente sogar ihr Tod noch zu Showzwecken: Die Elefantenkuh wurde öffentlich per "Electrocution", also durch Stromschläge, getötet und die Hinrichtung auf Zelluloid gebannt.

In der Dokumentation kommen zahlreiche renommierte Wissenschaftler und Tierschützer zu Wort, die die Intelligenz und das Sozialverhalten von Elefanten hervorheben. So erinnert sich die einstige Tiertrainerin Pat Derby (1942-2013), Mitgründerin der Tierschutzorganisation PAWS (Performing Animals Welfare Society), an Gypsy und Wanda. Die beiden Elefantenkühe lebten zusammen in einem Zirkus, wurden aber 1980 getrennt. Beide landeten viele Jahre später bei PAWS: "Als sie einander hier wiedertrafen", erklärt Pat, "waren sie fast wahnsinnig vor Freude. Sie schwammen gleich gemeinsam in einem kleinen See und 'puderten' sich danach gegenseitig ein. Sie sind einfach unzertrennlich. Sie vergessen Freunde und Kameraden niemals."

Nach und nach, so hoffen die Macher dieser Doku, begreifen immer mehr Menschen, dass man Wildtiere in Gefangenschaft nicht artgerecht halten kann. Was jeder einzelne tun kann, um Tieren ein besseres Leben zu ermöglichen, fragte Sky auch Hannes Jaenicke, der "Ein Plädoyer für Elefanten" für Sky synchronisierte: "Zuallererst sollte man zum Beispiel Delfinarien boykottieren. In Nürnberg gibt es noch ein sehr großes. Dort wird so getan, als hätte das irgendwelche Therapieeffekte für behinderte Kinder, was unglaublich verlogen ist. Außerdem denke ich, dass man Zoos, die Tiere nicht artgerecht halten, meiden sollte, und es ist natürlich nicht klug, dass wir so viel Fleisch essen. Das ist nicht umweltverträglich und trägt mit zu der Massentierhaltung bei."

 

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