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18.10.2011 09:35 Uhr Indy 500

Indy-Sieger Wheldon tödlich verunglückt

Dan Wheldon, der Ende Mai zum zweiten Mal nach 2005 den Motorsport-Klassiker Indy 500 gewonnen hatte, ist am Sonntag auf dem Las Vegas Motor Speedway tödlich verunglückt.

Der Tod des zweimaligen Indy-500-Siegers Dan Wheldon hat das Saisonfinale der IndyCar-Serie auf dem Las Vegas Motor Speedway überschattet und die amerikanische Rennszene schockiert. Der 33 Jahre alte Engländer war auf dem Oval in einen Massenunfall mit insgesamt 15 Wagen verwickelt.

Dabei hatte Wheldons Auto abgehoben und war in einen Fangzaun geknallt. Er wurde mit dem Hubschrauber ins University Medical Center der Spielerstadt geflogen. Zwei Stunden lang kämpften die Ärzte um sein Leben, am Ende aber konnten sie nur noch Weldons Tod vermelden.

Todesursache Kopfverletzungen

Kopfverletzungen waren die Ursache für den Tod. Dies teilte Gerichtsmediziner Michael Murohey am Montag nach der Autopsie in der Spielerstadt mit.

"Wir sind sehr traurig mitteilen zu müssen, dass Dan Wheldon von uns gegangen ist", sagte Randy Bernard. Der Chef der in den USA beliebten Rennserie meinte weiter: "Unsere Gedanken und Gebete gehören seiner Familie." Wheldon, der im Mai beim 100. Geburtstag der legendären 500 Meilen von Indianapolis zum zweiten Mal triumphiert hatte, war erstmals seit diesem Erfolg wieder in einem Rennen gestartet.

Hildebrand und Pippa Mann entlassen

Zwei weitere Fahrer, die bei dem Massencrash verletzt worden waren, sind nach Behandlungen am Montag wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Der US-Amerikaner JR Hildebrand (Verletzung am Brustbein), dessen Crash gegen die Begrenzungsmauer wenige hundert Meter vor dem Ziel Wheldon im Mai dessen zweiten Triumph bei den legendären 500 Meilen von Indianapolis ermöglicht hatte, und die Britin Pippa Mann (Verbrennungen an der rechten Hand) hatten eine Nacht im University Medical Center verbracht. Pippa Mann muss allerdings in zwei bis drei Wochen nochmals an der Hand operiert werden.

Erster Start nach Titelgewinn

Für Fahrer, die in diesem Jahr nicht permanent in der IndyCar-Serie fuhren, war für den Sieg beim Saisonfinale eine Prämie von 5 Millionen Dollar (3,6 Millionen Euro) ausgesetzt.  Für die kommende Saison war sich Wheldon, der 1999 in die USA übergesiedelt war und 2005 erstmals die Indy 500 gewonnen hatte, bereits mit seinem früheren Team Andretti über einen neuen Vertrag einig, der nach dem Rennen in Las Vegas hätte unterschrieben werden sollen.

Wheldon hinterlässt seine Frau und zwei kleine Söhne. Zuletzt war in der IndyCar-Serie 2006 Paul Dana in Homestead beim Training für ein Rennen tödlich verunglückt. Sieger in Homestead wurde Dan Wheldon...

Abbruch des Rennens

Das Rennen in Las Vegas war nach dem Unfall, bei dem zahlreiche Wagen in Flammen aufgegangen waren, abgebrochen und nicht gewertet worden. Damit gewann der Schotte Dario Franchitti, der mit 18 Punkten Vorsprung vor dem Australier geführt hatte, zum dritten Mal in Folge die IndyCar-Gesamtwertung.

Freuen konnte er sich nach dem Tod seines Freundes und früheren Teamkollegen darüber aber nicht. Gemeinsam mit seinen Fahrerkollegen kehrte Franchitti nach der Todesnachricht auf die Strecke zurück und fuhr unter Tränen fünf Ehrenrunden für Wheldon.

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