Expertenwissen zum Jugendschutz

Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren

Sandra Singer, Jugendschutzbeauftragte:

"Gelegentliches Fernsehen kann Babys grundsätzlich nicht belasten. Lärm aus Lautsprechern und rasch wechselnde Szenen überfordern die Säuglinge. Für Angebote ohne Altersbeschränkung gilt: Kleinkinder freuen sich über die bunten Bilder, ohne den Handlungsrahmen zu verstehen. Trotzdem sollten sie beim Fernsehen nie alleine sein."

Kinder im Alter von 4 bis 6 Jahren

Sandra Singer, Jugendschutzbeauftragte:

"Im Vorschulalter können Kinder mit wachsendem Interesse und Verständnis Handlungen erfassen. Dabei schaffen sie es aber meist nicht, zwischen der filmischen Fiktion und der Wirklichkeit zu unterscheiden. Chuck, der schlaue Biber und Pippi Langstrumpf sind gute Beispiele für Angebote, die die Kleinen anregend unterhalten."

Kinder im Alter von 7 bis 9 Jahren

Sandra Singer, Jugendschutzbeauftragte:

"Auch im Grundschulalter vermag das kindliche Gehirn nur eine begrenzte Menge an Informationen zu verarbeiten. Zusammenhänge werden zwar immer klarer chronologisch erfasst, Ursache und Wirkung der Handlung bleiben jedoch oft verschlossen. Geschichten, die sich um den Alltag der Altersgenossen drehen, wecken besonderes Interesse."

Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren

Sandra Singer, Jugendschutzbeauftragte:

"Gegen Ende der Grundschule verstehen Kinder komplexe Handlungen, erkennen klar den Unterschied zwischen Realität und Fiktion. Beiträge wie das Format "Grusel, Grauen, Gänsehaut" bieten eine gewaltfreie Fernsehunterhaltung, die die Fantasie anregt. Durch das Erleben von Angst, Lust und Spannung lernen Kinder, mit eigenen Gefühlen umzugehen."

Kinder im Alter von 12 bis 14 Jahren

Sandra Singer, Jugendschutzbeauftragte:

"An der Schwelle zur Pubertät entwickeln die Heranwachsenden ihre eigenen Vorlieben. Das müssen sie, aller Fürsorge zum Trotz, auch dürfen. Ob Daily Soap, Teenie-Talk oder Fionas Website - ältere Kinder nutzen Fernsehen mitunter zur Zerstreuung oder um einfach auf dem Schulhof mitreden zu können. Also kein Grund zur Sorge."