DFB-Pokal: Nachbericht

Stuttgart und Gladbach lösen Pflichtaufgaben

Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart erreicht nur mit viel Mühe die zweite Runde des DFB-Pokals und hat zudem eine Woche vor dem Bundesliga-Start ein Abwehrproblem. Auch Gladbach siegt und erreicht die nächste DFB-Pokal-Runde.

Das Team von Trainer Bruno Labbadia gewann bei Drittliga-Titelfavorit SV Wehen Wiesbaden nach hartem Kampf 2:1 (1:1) und sicherte sich damit zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 250.000 Euro. Diese Prämie müssen die Stuttgarter voraussichtlich noch investieren, nachdem sich in Ermin Bicakcic bereits der vierte Innenverteidiger verletzt hat.

Vor 11.600 Zuschauern in der Wiesbadener Arena hatte Bicakcic zunächst sogar für die Führung der Schwaben gesorgt (5.). Das 1:1 erzielte der eingewechselte Zlatko Janjic per Foulelfmeter (28.). Zdravko Kuzmanovic brachte den dreimaligen Pokalsieger kurz nach Wiederanpfiff mit seinem Kopfball-Treffer zum 2:1 (51.) dann wieder auf die Siegerstraße.

Gladbach zittert sich in die nächste Runde

Gezittert, aber nicht gefallen: Borussia Mönchengladbach hat mit viel Mühe die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Beim Drittligisten SSV Jahn Regensburg setzte sich der dreimalige Pokalsieger eine Woche vor dem Bundesliga-Start beim Rekordmeister Bayern München mit 3:1 (2:1) durch.

Vor 10.388 Zuschauern hatten Innenverteidiger Martin Stranzl (14.) und der starke Marco Reus (23.) im strömenden Regen die Weichen eigentlich früh auf einen standesgemäßen Sieg gestellt. Nach dem Anschlusstreffer von Tobias Schweinsteiger per Foulelfmeter (30.) verloren die Borussen aber den Faden und mussten bangen, ehe Igor de Camargo (71.) den Favoriten mit einem Lupfertor erlöste.

Aue mit Mühe in der zweiten Runde

Erzgebirge Aue hat mit viel Mühe das drohende Erstrunden-Aus vermieden. Der Zweitligist musste beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken in die Verlängerung, in der erst Tore von Jan Hochscheidt (100.) und Mike Könnecke (119.) das 3:1 (1:1, 1:0) sicherten.

In einer phasenweise turbulenten Begegnung vor 7136 Zuschauern im Ludwigsparkstadion hatte Thomas Paulus (35.) Aue mit einem Foulelfmeter in Führung geschossen, Marc Lerandy (79.) ließ Saarbrücken hoffen. Doch am Ende setzte sich der favorisierte Zweitligist dank der größeren Cleverness durch.

Beste Saarbrücker waren Sven Sökler und Kai Gehring, bei Aue überzeugten die Torschützen Hochscheidt und Paulus.

Löwen siegen in der Verlängerung

Fußball-Zweitligist 1860 München siegte bei Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück erst nach Verlängerung mit 3:2 (2:2, 1:2). Zwar gingen die Gastgeber durch Gerrit Wegkamp (2.) und Jan Mauersberger (34.) zweimal in Führung, doch Doppeltorschütze Benjamin Lauth (11., Foulelfmeter und 107.) sowie Kevin Volland (48.) stellten den Erfolg für den zweimaligen Pokalsieger gegen den in der Schlussphase nach einer Gelb-Roten Karte für Mauersberger (109./wiederholtes Foulspiel) dezimierten Niedersachsen sicher.

11.000 Zuschauer an der Bremer Brücke, wo die Hausherren vor rund zwei Monaten in der Relegation gegen Dynamo Dresden ihre Zweitliga-Zugehörigkeit verspielt hatten, erlebten einen typischen Pokal-Fight. Beide Mannschaften lieferten sich über weite Strecken einen offenen Schlagabtausch und kamen zu mehreren Torraum-Szenen. Mitte der zweiten Halbzeit allerdings ließen bei den Spielern des neuen VfL-Trainers Uwe Fuchs die Kräfte zusehends nach. München konnte dadurch besonders in der Verlängerung seine größere Spielstärke besser zur Geltung bringen und sich glücklich durchsetzen.

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