UEFA Champions League

UCL

"Wegen so einem kleinen Dreck"

Ein entspannter Jürgen Klopp, ein selbstkritischer Neven Subotic und ein Robin Dutt, der sich über einen Sieg freuen kann: Die Sky Stimmen zum 2. Spieltag der Champions League. 

Jürgen Klopp (Trainer Borussia Dortmund)…

…über die Entwicklung der jungen Mannschaft: „Wir nehmen uns jetzt mal das Recht, in dem Millionengeschäft Champions League über unsere eigene Dappigkeit zu schmunzeln. Der Umgang mit bitteren Niederlagen gehört zu unserem Entwicklungsprozess. Das ist unser Weg. Wir müssen mit den Fehlern leben, die aufgrund unserer Unerfahrenheit gemacht werden. Das hat uns auch schon sehr viele Punkte gebracht, mit welchem Enthusiasmus die Jungs da zu Werke gehen. Ich habe das größte Vertrauen in diese Mannschaft von allen Menschen auf dem Planeten. Ich weiß, was hier noch drin ist.“

…über die bittere Niederlage in Marseille: „Es ist ein bisschen die Geschichte der Saison in ein Spiel reingepackt. Viel Aufwand und dann gibt’s nicht immer was dafür. Das hier heute war Lehrgeld zahlen durch und durch. Wir sind richtig hart bestraft worden.“

Neven Subotic (Borussia Dortmund)…

…über das Spiel: „Wir haben nicht gut gespielt. Wir haben auch nicht verdient, einen Punkt hier mitzunehmen. Wir hatten zwar Chancen, aber wir hätten noch drei Stunden weiterspielen können, wir hätten kein Tor gemacht. Wir haben heute Lehrgeld gezahlt.“

…über die Szene vor dem 0:1, als er wegrutschte: „Es liegt nicht an den Schuhen, es liegt einfach an meiner Fußarbeit. Ich bin mit meinem mit meinem Kopf schon in der anderen Richtung, aber meine Beine müssen noch nachkommen. An meiner Beinarbeit muss ich arbeiten, denn wenn man wegen so einem kleinen Dreck aus dem Spiel kommt, das ist einfach dumm.“

"Ergebnis der Kommunikation"

Robin Dutt (Trainer Bayer Leverkusen) über die Zusammenarbeit mit der Mannschaft: „Was mir an der Mannschaft imponiert, ist, dass sie Dinge, wenn sie mal anders sind, nicht meuternd ablehnt, sondern in Kommunikation tritt. Wir versuchen da gemeinsam Lösungen zu finden, ich muss ein paar Dinge hier anders machen, als ich es gewöhnt bin. Wenn es im Rahmen des Möglichen ist, dass der Trainer sich mal bewegt, dann mache ich das. Ich bin kein Sturkopf. Die Mannschaft kommt auf mich zu, ich auf die Mannschaft. Es ist ein sehr angenehmes Klima. Ich denke, der Sieg heute ist ein Ergebnis der Kommunikation mit der Mannschaft.“

Sky Experte Matthias Sammer über die Startschwierigkeiten von Trainer Robin Dutt in Leverkusen: „Wenn ich die Situation analysiere, sage ich, man muss Robin Dutt Zeit lassen. Wenn man seine Trainervita betrachtet, er ist schon 16 Jahre Trainer, aber Bayer Leverkusen ist jetzt seine größte Herausforderung. Er muss sich auf ein paar Gegebenheiten, auch personeller Art, einfach einstellen. Er muss noch die paar Ecken und Kanten, die ich übrigens sehr sympathisch finde, abschleifen und ein bisschen Souveränität dazu gewinnen, dann wird das Ganze passen. Es ist alles eine Zeitfrage."

"Bei van Gaal wäre ich ausgewechselt worden"

Sky Experte Stefan Effenberg über den Auftritt der Bayern: „Sie haben den Prüfstein souverän bewältigt. Aber es gibt natürlich noch mehr Mannschaften in der Champions League, die es zu schlagen gilt, die noch mehr Qualität haben, Manchester United oder Barcelona etwa. Aber wenn Ribery und Robben fit bleiben, haben sie eine gute Chance, das Endspiel hier am 19. Mai zu bestreiten.“

Mario Gomez (FC Bayern)…

…über den erneut überragenden Franck Ribery: „Der Franck ist in einer Form, die er halten muss. Er ist für uns unersetzlich und wäre auch für jede andere Mannschaft unersetzlich.“

…über die anfangs nervöse Leistung: „Wir waren ein bisschen nervös, obwohl das nicht erforderlich war. Es ist mir unerklärlich, warum wir so ins Spiel gestartet sind, auch ich. Ich glaube, bei Louis van Gaal wäre ich zur Pause ausgewechselt worden. Ich bin nicht so richtig in die Zweikämpfe gekommen und habe am Anfang die Bälle nicht gut gehalten. Aber es war schön, zweimal an der richtigen Stelle zu stehen.“

Rudi Völler (Sportdirektor Bayer Leverkusen) über den FC Bayern: „Man muss ganz klar sagen: Bayern München ist auf einem Niveau mit Real Madrid, mit Barcelona und Manchester United, da sind nur ganz minimale Unterschiede. Diese vier Klubs – das ist das Maximum des europäischen Fußballs.“