Edgar-Wallace-Nacht

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"Hallo, hier spricht Edgar Wallace", so meldet sich eine Stimme zu Anfang eines jeden Wallace-Films, schürt zuverlässig die Spannung und sorgt für wohlige Schauer. Am 3. September ab 20:15 Uhr kommen Edgar-Wallace-Fans voll auf ihre Kosten: Da zeigt Sky Nostalgie vier Filme der beliebten Krimireihe. Unter anderem den Schwarz-Weiß-Klassiker "Die toten Augen von London".

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Tiefdunkle Nacht, eisiger Wind, London versinkt im Nebel. Plötzlich durchdringt ein gellender Schrei die Stille: Wieder hat irgendwo ein Killer zugeschlagen. - So oder ähnlich beginnen alle Edgar-Wallace-Filme und meist gerät einer in Verdacht: Klaus Kinski, der die Rolle des Bösewichts gepachtet hatte. Als Kommissare wechselten sich Joachim Fuchsberger, Heinz Drache und Harald Leipnitz ab, für die spaßigen Einlagen sorgte vor allem Eddi Arent. 14 Filme der Edgar-Wallace-Reihe gehen auf das Konto von "Winnetou"-Regisseur Alfred Vohrer, darunter Klassiker wie "Der Zinker" oder "Der Mönch mit der Peitsche". In den 60er-Jahren waren die Wallace-Filme mit ihrer Mischung aus Horror und Humor Kassenknüller und noch heute begeistern die Wiederholungen Fans aller Altersklassen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis jemand auf die Idee kam, die Filmreihe zu parodieren. Mit "Der Wixxer" schufen die TV-Spaßvögel Oliver Kalkofe und Bastian Pastewka eine urkomische Edgar-Wallace-Persiflage. Für die Fortsetzung "Neues vom Wixxer" konnte das Team sogar "Alt-Kommissar" Joachim Fuchsberger gewinnen.

Am 3. September gibt es ein Wiedersehen mit vier Wallace-Klassikern. Mit "Die toten Augen von London" inszenierte Alfred Vohrer den 1924 entstandenen Wallace-Roman "The Dark Eyes of London", der als beste Geschichte des kriminalistischen Vielschreibers gilt. Vohrers erste Wallace-Verfilmung geriet zu einem schaurigen Horrorschocker, in dem zur Untermalung grauenhafter Morde klassische Musik effektvoll eingesetzt wird - Jahre bevor Stanley Kubrick die Klassik für "2001: Odyssee im Weltraum" entdeckte. Das Leitmotiv der Blindheit und des Nicht-Erkennens zieht sich durch den ganzen Film und verleiht ihm eine besonders düstere und bedrohliche Atmosphäre. Als Inspektor ist Joachim Fuchsberger zu sehen, Dieter Borsche spielt die zweideutige Rolle des blinden Reverends mit schlafwandlerischer Sicherheit und Klaus Kinski brilliert in unnachahmlicher Weise als dämonischer Schurke.
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