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Interview mit einem Werwolf

Joe Manganiello ist Werwolf Alcide Herveaux

"Die Romanze von Alcide und Sookie geht weiter"

Heiße Liebe, hemmungsloser Sex und harter Splatter – das sind die Zutaten, die "True Blood" zur seit Jahren erfolgreichsten Fantasy-Serie weltweit machen. Mit Hochspannung erwarten die deutschen Fans bereits die vierte Staffel  (ab 09. Februar 2012 auf Syfy)  aus der Erfolgsschmiede von Alan Ball.

Ging es zu Beginn der Emmy nominierten Serie  noch hauptsächlich um Sookie (Anna Paquin) und die beiden Vampire Bill (Stephen Moyer) und Eric (Alexander Skarsgard), stieß in "Staffel 3"  schließlich ein Werwolf zum "True Blood"-Team. Joe Manganiello verkörpert den Werwolf Alcide Herveaux und wird zum Beschützer von Sookie.

Der 34-Jährige US-Schauspieler mit sizilianischen, deutschen, österreichischen und armenischen Wurzeln kam nach München, um vorab die vierte Staffel der Erfolgsserie vorzustellen. Im Interview spricht er über seinen ersten Tag bei "True Blood", warum es immer noch komisch ist, das eigene nackte Hinterteil im Fernsehen zu sehen und auf was sich Fans in der vierten Staffel der Erfolgsserie freuen können:

Sky.de: Sie spielen den Werwolf Alcide in "True Blood" – was mögen Sie am meisten an ihm?

Joe Manganiello: Er hat ein sehr großes Herz und ist ein guter Mann. In einer Serie, in der beinahe jeder böse ist, steht er zu seiner Moral. Er ist der Gute. Und ich mag ihn, weil Leute eine bestimmte Vorstellung von Werwölfen haben, wie sie sein sollen und er ist völlig anders. Ich mag es Leute mit meinen Filmfiguren zu überraschen.Das komplette Interview als Video

Sky.de: In "True Blood" gibt es die verschiedensten Kreaturen:  Gestaltenwandler, Vampire, Werpanther, Wewölfe, Hexen… Sind Werwölfe die coolsten?

Joe Manganiello: Für mich, ja. Werwölfe gehören zu den stärksten Figuren. Ich liebe es ein Werwolf zu sein, aber Alcide in der Serie sieht es als Fluch. Er hat das Gefühl deswegen viel in seinem Leben verpasst zu haben. Er konnte kein normales Leben führen, weil er seine Fähigkeiten verstecken musste. Darum führte er ein einsames Leben und ich glaube er hasst es, aber ich liebe es.

Sky.de: Bevor Sie zu "True Blood" kamen, war die Serie bereits ein großer Erfolg. Erinnern Sie sich noch an ihren ersten Tag am Set?

Joe Manganiello: Es war auch meine Lieblingsserie, bevor ich den Job bekam. Das war schon ein wenig einschüchternd. Aber es hat mich auch dazu gebracht wirklich hart zu arbeiten. An meinem ersten Tag am Set drehten wir vor Sookies Haus und ich dachte nur: 'Oh mein Gott, das ist Sookies Haus, und da ist Sookie…' Es war verrückt und sehr aufregend.

Sky.de: Hatten Sie sich anfangs Gedanken über die Reaktion der Fans gemacht, die Alcide bereits aus den Büchern kannten? 

Joe Manganiello: Die Fans freuten sich auf Alcide. Fans der Bücher lieben ihn sehr. Ich habe mir darüber eigentlich nicht viele Gedanken gemacht, ich war einfach nur aufgeregt diese Rolle zu spielen und habe alles dafür getan, mich richtig vorzubereiten und einfach den Job so gut zu machen, wie ich kann.
Nervös war ich allerdings, was Alcides Dialekt angeht. Ich wollte, dass Leute aus den Südstaaten Amerikas meinen Dialekt und meine Art zu sprechen akzeptieren. Das hat mir wahrscheinlich am meisten Sorgen bereitet.

Sky.de: Nackt zu sein, scheint eine Klausel im Arbeitsvertrag von Werwölfen und "True Blood" zu sein. Fühlen sie sich dabei jemals unwohl?

Joe Manganiello:  Ich fühle mich unwohl, wenn ich daran denke, dass meine Eltern die Serie sehen und eigentlich auch, wenn ich es selber sehe. Es ist einfach komisch, deinen eigenen Arsch im Fernsehen zu sehen, weil du ihn normalerweise eben nicht siehst. Ich glaube das ist auch einer der Gründe, warum ich so hart im Fitness-Studio trainiere. (lacht) Wen ich arbeite, versuche ich nicht daran zu denken, dass ich nackt bin. Aber es trägt auch zu deiner schauspielerischen Leistung bei. Es ist eine Sache in der Öffentlichkeit Texte wiederzugeben, aber es ist noch einmal etwas ganz anderes, dies nackt zu tun. Dann willst du einfach nicht an das "nackt sein" denken sondern dich auf deinen Text konzentrieren. Und darum trainierst du hart und gehst da hin und spielst den Werwolf.

Sky.de: Auf was können sich die Fans in der vierten Staffel von "True Blood" freuen?

Joe Manganiello: Hexen. Hexen tauchen auf und sorgen für viele Probleme. Sie können die Toten kontrollieren und da Vampire nun einmal tot sind, merken die Hexen bald, dass sie diese kontrollieren können. Die Hierarchie der Macht verändert sich. Alcide darf immer wieder zu Hilfe eilen. In der dritten Staffel gab es schon eine kleine Romanze zwischen Alcide und Sookie – die wird weitergehen und Alcides romantische Situation wird noch viel komplizierter. Aufgrund der Probleme mit dem Werwolfpack verlässt er Jackson und zieht in Sookies Nachbarschaft. Die beiden sind also jetzt auch viel näher beieinander.

Sky.de. Aufgrund ihrer Verpflichtungen für "True Blood" mussten sie die Rolle als "Superman" ablehnen. Eine schwere Entscheidung?

Joe Manganiello: Nun, man hatte mich zum Screen-Test für Superman eingeladen, aber aufgrund von Dreharbeiten der Serie konnte ich nicht weg. Ja, ich war enttäuscht. Ich war mir sicher, ich könnte die Rolle ganz neu anlegen. Ich bin ein großer Fan von Zack Snyder’s "300" und hätte gerne mit ihm zusammen gearbeitet. Aber ich bin mir sicher, da draußen ist noch ein anderer Superheld und bestimmt noch ein anderes Projekt mit Zack Snyder für mich. Ich war als Kind nie so ein großer Fan von Superman, da ist bestimmt noch ein Held da draußen, der besser zu mir passt.