Aufgeschlitzt und fachmännisch ausgeweidet liegt die Hure Polly in einer schmutzigen Gasse des Londoner Elendsviertels Whitechapel in ihrem Blut. Doch der grausige Tod der jungen Prostituierten ist erst der Auftakt zu einer beispiellosen Mordserie, die die ganze Stadt im Jahr 1888 in Panik versetzt. Ausgerechnet der schwer opiumsüchtige Inspektor Abberline (Johnny Depp) soll den Killer fassen, der bald als "Jack the Ripper" Schlagzeilen macht. Ohne Respekt vor Amt und Würden ermittelt er mit seinem Assistenten Sergeant Godley (Robbie Coltrane) bis in die höchsten Kreise der feinen Gesellschaft. Und stößt doch nur auf eine Mauer des Schweigens. Bis Abberline herausfindet, dass alle Opfer aus dem Freundeskreis der irischen Prostituierten Mary Kelly (Heather Graham) stammen. Die Damen des horizontalen Gewerbes scheinen alle ein brisantes Geheimnis zu teilen, das sogar das Königshaus erschüttern könnte.
Kaum ein anderer Mörder der Weltgeschichte beflügelte die Fantasie von Krimiautoren derart, kaum einem wurden so viele Bücher, Filme und TV-Sendungen gewidmet wie Jack the Ripper, dem Frauenschlächter von London. Der erste Serienkiller der Kriminalgeschichte ist noch immer ein einmaliges Phänomen. Zwischen dem 31. August und dem 9. November 1888 ermordete er im Londoner Stadtteil Whitechapel fünf Prostituierte auf grausamste Art und Weise. Dann verschwand er für immer - und seine Identität ist bis heute ungeklärt. Für ihre Version des Killermythos nahmen sich die "The Book of Eli"-Macher Albert und Allen Hughes die spektakulären Kultcomics von Alan Moore zur Vorlage und verfilmten sie als grausig-grellen Mix aus viktorianischer Schauermär und paranoidem Verschwörungsthriller mit starken Bildern, detailversessener Ausstattung und einem wunderbar unheilschwangeren Score von Trevor Jones ("Notting Hill"). Großartig: Johnny Depp, der als opiumvernebeltes Drogenwrack der furchtbaren Wahrheit zu nahe kommt und darüber beinahe den Verstand und seine Liebe Heather Graham verliert.