Awngs Familie gehört zum Volk der Karen. Von der Militärjunta in Birma verfolgt, flieht sie nach Thailand. Dort bietet Awngs Vater Jo Mia Sa Touristen Elefantentouren in die Bergwälder an. Früh entschließt er sich, seine Tochter in den Beruf des Mahut, des Elefantenführers, einzuweisen, obwohl dieser eigentlich Männern vorbehalten ist. Jo Mia Sa will damit verhindern, dass die Tradition der Mahut, einer der ältesten Berufe in Asien, ausstirbt. Als Elefantenführerin ist Awng für die Pflege ihres Arbeitselefanten verantwortlich. Sie reitet Nong Bo-ong, arbeitet mit ihm, wäscht und füttert ihn. Das harte Leben gerät aus dem Gleichgewicht, als die Touristen über eine längere Zeit ausbleiben. In seiner Not beschließt Awngs Vater, in einem buddhistischen Kloster um himmlischen Beistand zu bitten. Die Familie macht sich in das abgelegene Bergdorf auf. Drei Tage schaukelt Awng auf dem Nong Bo-ongs Rücken durch den Dschungel. Dabei zeigt die Natur ihre ganze Pracht. Gibbons und Makaken bevölkern die Bäume, exotische Vögel werden von den Elefanten aufgeschreckt. Als Awng eine Tigerspur entdeckt, gerät die Familie in Panik. Erst als die Tigerspur weit hinter ihnen liegt, beruhigt sich der Treck.
Schließlich erreichen sie das Dorf. Aus Bienenwachs stellt Ma Wi Awng Kerzen für die Zeremonie her. Sie ist aufgeregt, denn jetzt wird ihr geliebter Elefant Nong Bo-ong von den Mönchen gesegnet. Auf dem Höhepunkt der Zeremonie schicken die Mönche kleine Ballons mit Kerzen in den Himmel, damit alle Wünsche in Erfüllung gehen. Jo Mia Sa hofft, dass die Elefantenkultur der Karen intakt bleibt und das Band zwischen Mensch und Elefant nicht zerreißt.
Seine Faszination für die Natur führte Joe Pontecorvo durch die ganze Welt. Der Filmemacher hat sich auf die Produktion von Non-Fiction-Programmen und HD-Dokumentationen spezialisiert. Seine berührende Doku "Das Mädchen und sein Elefant" erhielt 2008 drei Preise bei den Asian Television Awards: als bestes Wildlife-Programm, für die Kamera und die Regie.